Institutsvergütungsverordnung

Pflichthinweis gemäß Institutsvergütungsverordnung (InstitutsVergV)

Finanzinstitute sind gemäß der Institutsvergütungsverordnung gemäß § 16 dazu verpflichtet, mindestens im Rahmen des Internetauftritts über die Grundzüge des Vergütungssystems zu unterrichten.

Die ficon börsebius Invest GmbH stellt nach der Definition der Institutsvergütungsverordnung § 17 Abs. 1 aufgrund ihrer Größe, Bilanzsumme und Art der Tätigkeit kein bedeutendes Institut im Sinne dieser Verordnung dar. Die Gesellschaft ist nicht systemrelevant und nimmt im Rahmen der Finanzportfolioverwaltung, der Anlageberatung, der Anlegerverwaltung und der Anlage- und Abschlussvermittlung keine Kundengelder oder Kundenwertpapiere entgegen.

Das Vergütungssystem der ficon börsebius Invest GmbH ist angemessen und auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Es unterliegt einer jährlichen Überprüfung durch die Gesellschafterversammlung. Die Geschäftsführer sowie sämtliche Mitarbeiter der Gesellschaft erhalten eine feste Fixvergütung. Zusätzlich kann eine variable Vergütung erfolgen, die sich am Unternehmensgesamtergebnis zum Jahresende orientiert.

Die vertraglich vereinbarte feste Vergütung stellt die Grundversorgung der Mitarbeiter, entsprechend der jeweiligen Tätigkeit und der Verantwortung für das Unternehmen, sicher. Durch diesen festen Vergütungsbestandteil ist eine signifikante Abhängigkeit der Mitarbeiter von einer etwaigen variablen Vergütung ausgeschlossen. Ebenso können damit Anreize für das Eingehen unverhältnismäßiger Risiken vermieden werden.

Die beiden Geschäftsführer der Gesellschaft erhalten eine vertraglich vereinbarte variable Vergütung in Form einer Tantiemezahlung, die sich als zentraler Baustein an einem positiven Unternehmensgesamtergebnis zum Jahresende orientiert. Im Falle eines negativen Gesamterfolges der Gesellschaft in einem Geschäftsjahr, entfällt die Festsetzung einer variablen Vergütung. In den bestehenden Anstellungsverträgen ist die mögliche Höhe dieser Vergütungskomponente nicht gedeckelt. Gemäß § 6 der InstitutsVergV müssen variable und feste Vergütungsbestandteile in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen. Das Verhältnis ist unter anderem angemessen, wenn die variable Vergütung die Obergrenze des § 25a Abs. 5 KWG ( maximal 200 % der festen Vergütung ) einhält. In den letzten 10 Jahren seit Bestehen der Gesellschaft ist in keinem Geschäftsjahr der Fall aufgetreten, dass diese Grenze erreicht oder überschritten worden ist. Im Geschäftsjahr 2014 lag für die Geschäftsführer der Anteil der variablen Vergütung im Verhältnis zur festen Gesamtvergütung bei 7,5 % und im Geschäftsjahr 2015 bei 25,3 %. Die variable Vergütung wird in Form einer Tantieme im Jahresabschluss zurückgestellt und vollumfänglich nach Bilanzfeststellung sowie Genehmigung des Jahresabschlusses durch die Gesellschafterversammlung ausgezahlt, sofern es die Liquiditätsplanung durch die Gesellschaft zulässt.

Die persönlichen Leistungen unserer Mitarbeiter tragen ebenfalls zum geschäftlichen Erfolg der Gesellschaft bei. Deswegen ist die Höhe dieser variablen Gehaltskomponente ausschließlich von der persönlichen Leistung des Mitarbeiters und von einem positiven Unternehmensgesamtergebnis zum Jahresende abhängig. In der Regel bewegt sich die Höhe dieser freiwilligen Sondervergütung zwischen einem oder zwei Monatsgehältern.

Die Aufwendungen für die feste Vergütung ( inkl. sozialer Abgaben und Altersvorsorge ) aller Mitarbeiter und Geschäftsführer beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf insgesamt 347 T€. Der Anteil der variablen Vergütung beträgt 24 % und entfällt auf insgesamt 6 Begünstigte.

Die Geschäftsführung und die Gesellschafterversammlung der ficon börsebius Invest GmbH sind der Auffassung, dass das Vergütungssystem angemessen ausgestaltet ist. Es werden hierdurch keine Anreize für die Geschäftsführung und die Mitarbeiter zur Eingehung unverhältnismäßig hoher Risiken durch eine signifikante Abhängigkeit von variablen Vergütungen gesetzt. Anders als bei Banken und Kreditinstituten basiert der variable Vergütungsbestandteil der Gesellschaft auf dem Grundgedanken der langfristigen Vermögensmehrung, dem Ausbau unserer Kundenbasis und richtet sich am Erfolg unserer Kunden aus. Zudem steht das Vergütungssystem einer angemessenen Eigenkapitalausstattung und deren dauerhaften Aufrechterhaltung nicht entgegen.